Sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidanzien und Co.

Im Faszien Himmel vom 4.-26.10...Nur wer sich bewegt, ist besser drauf...

Die After-Wiesn-Party bedeutet natürlich bewussten Verzicht auf die 4 Genußmittel schafft damit aber auch die Chance für eine Veränderung. Ich erlebe es immer wieder, dass Frau / Mann sich nicht nur innerlich reinigen, sondern auch mal "Digital fasten", Achtsamkeit erleben und Vitaler werden.

Es gibt hier unter anderem auch News der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung" und dem "AID-Presseinfo". Siehe auch unter www.dge.de und www.aid.de.

19. September 2017, Bundeszentrum für Ernährung

(BZfE) – Rund 90 Prozent der Menschen in Deutschland sind gut bis sehr gut über gesunde Ernährung informiert – doch knapp jeder Dritte schafft es nicht, dieses Wissen auch aktiv umzusetzen. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die meisten Menschen wissen also, was die bessere Wahl wäre, und kennen auch die Vorzüge einer abwechslungsreichen Ernährung. Doch oft fällt es ihnen schwer, dieses Wissen in die Tat umzusetzen. Vielleicht fehlt nur eine gute Idee, die dabei hilft, alte Gewohnheiten bei der Auswahl, der Zubereitung und dem Verzehr von Lebensmitteln positiv zu verändern. Ein letzter Schubs oder ein kleiner Anreiz, um eine bewusste Auswahl beim Essen und Trinken auch tatsächlich zu treffen.

August 2017, Neurologie: Mehrere US-Studien zeigen, dass der Sport dem Gehirn nützt!

Besonders Ausdauertraining verändert den Hippocampus positiv. Im Hippocampus fließen Informationen verschiedener sensorischer Systeme (räumliche Orientierung, Gedächtnis und Lernen) zusammen, die verarbeitet und von dort zum Cortex zurückgesandt werden. Damit ist er enorm wichtig um neue Blutgefäße, Nervenzellen zu bilden und für die Gedächtniskonsolidierung, also die Überführung von Gedächtnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Durch moderate Bewegung bekommen Sie ihren Kopf wieder frei!

Juni 2016, Zeitschrift „Journal of Allergy and Clinical Immunology: Sport besitzt eine entzündungshemmende Wirkung"

In einer großangelegten Studie über die Effekte von Sport auf das menschliche Immunsystem haben Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln und der Uniklinik Köln (Klinik I für Innere Medizin) gezeigt, dass Sport eine entzündungshemmende Wirkung besitzt. Die Kölner Forscher konnten nachweisen, dass intensive, regelmäßige sportliche Betätigung zu einem Anstieg von entzündungshemmenden Immunzellen, den sogenannten regulatorischen T-Zellen führt. Im Rahmen der Studie untersuchten sie Blutproben von jungen Eliteathleten – unter anderem auch der deutschen Hockey-Olympiamannschaft – und verglichen diese mit Proben von jungen und gesunden, aber untrainierten Probanden. Die Analyse der Daten ergab, dass die Frequenz der regulatorischen T-Zellen in Abhängigkeit von der körperlichen Fitness der Probanden zunahm. Diese Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass körperliche Aktivität durch eine Steigerung regulatorischer T-Zellen entzündungshemmende Effekte erzielt. Viele Erkrankungen in den Industrieländern, wie z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes, entstehen unter anderem infolge chronischer Entzündungsprozesse. Seit längerem ist bekannt, dass körperliche Inaktivität und Übergewicht chronische Entzündungsprozesse fördern. Ein gesunder Lebensstil mit sportlicher Betätigung wirkt hingegen vorbeugend. Die dem zugrunde liegenden biologischen Mechanismen sind bisher nur teilweise bekannt. Die Forschungsergebnisse der Studie tragen daher entscheidend zum Verständnis der positiven Effekte körperlicher Aktivität für die Gesundheit des Menschen bei.

aid-Newsletter Nr. 15 vom 13. April 2016: Übergewicht bei Kindern in Europa, Italien ist Spitzenreiter

(aid) – In Italien sind Kinder ab einem Alter von drei Jahren deutlich häufiger übergewichtig als in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Das ist ein Resultat der europäischen IDEFICS-Studie zur Identifizierung und Prävention gesundheitlicher Auswirkungen von Ernährung und Lebensstil bei Kindern. In Deutschland waren das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) und die Universität Bremen beteiligt. Knapp 7.700 Kinder wurden von der Geburt bis zum Alter von elf Jahren begleitet. Sie stammten aus sieben europäischen Ländern: Deutschland, Italien, Belgien, Schweden, Spanien, Ungarn und Zypern. Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich der Körpermassenindex (BMI) der jungen Probanden im Laufe der Kindheit verändert und welche Faktoren Einfluss auf das Körpergewicht haben. Beispiele waren der BMI der Mutter, Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, der Bildungsstatus der Eltern und die Stilldauer. Der BMI gibt das Verhältnis des Gewichts (in kg) zur Körpergröße (in Meter zum Quadrat) an. Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich der normale Körperfettanteil ständig, je nach Alter und Geschlecht. Anhand von Normwertkurven lässt sich ablesen, wie das Gewicht einzuordnen ist. Wenn der BMI den Wert 25 überschreitet, spricht man von Übergewicht. Dieser feste Wert ist zwar umstritten, gibt aber eine Tendenz wider. Ab einem BMI von größer 30 spricht man von Fettleibigkeit. Ab einem Lebensalter von drei Jahren gab es von Land zu Land große Unterschiede im Anteil der übergewichtigen und fettleibigen Kinder. In Italien lag er bei einem Spitzenwert von 50 Prozent, gefolgt von Zypern (29,8 %) und Spanien (25,6 %). In Ungarn hatten 19 Prozent und in Deutschland knapp 18 Prozent der Kinder ein zu hohes Körpergewicht. In Schweden (12,3 %) und Belgien (9,7 %) waren die Werte am niedrigsten. Im Alter von elf Jahren hatte der mittlere BMI italienischer Kinder bei den Jungen einen Wert von 22,3 und bei Mädchen von 22,0 erreicht. In den anderen Ländern bewegte er sich zwischen 18,4 und 20,3 bei Jungen und 18,2 bis 20,3 bei Mädchen. Der wichtigste Einflussfaktor war der BMI der Mutter - vor allem in Italien, stellten die Wissenschaftler fest. Die italienischen Mütter und Väter brachten im europäischen Vergleich auch durchschnittlich die meisten Pfunde auf die Waage. Zudem zeigte sich, dass das Geburtsgewicht des Kindes mit der Gewichtszunahme der Mutter in der Schwangerschaft in Zusammenhang stand. Insgesamt konnten frühkindliche Faktoren aber nur einen kleinen Teil der Unterschiede im Körpergewicht erklären. Vermutlich spielen neben genetischen Aspekten Änderungen in der körperlichen Aktivität und im Ernährungsverhalten eine Rolle, die sich je nach Land unterscheiden. Heike Kreutz, www.aid.de

aid-Newsletter Nr. 6 vom 10. Februar 2016: Diäten und Jo-Jo-Effekt

(aid) - Schnelle, gut sichtbare Erfolge motivieren bekanntermaßen. Auch beim Abnehmen. Für all jene, die ihr Gewicht reduzieren wollen, sind radikale Diäten daher eine große Verlockung. Jedoch die Empfehlungen und Leitlinien von Fachgesellschaften in aller Welt warnen: Wer rasant abspeckt, nimmt durch den gefürchteten Jo-Jo-Effekt auch schnell wieder zu. Diese weit verbreitete These wird in jüngster Zeit jedoch vermehrt kritisch hinterfragt. Die aktuelle Studienlage haben Professor Anja Bosy-Westphal (Institut für Ernährungsmedizin, Universität Hohenheim) und Professor Manfred James Müller (Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) in einem Artikel der Fachzeitschrift Adipositas (4-2015) zusammengefasst. Dabei kommen die beiden Autoren zu dem Ergebnis, dass der propagierte unmittelbare oder langfristige Erfolg einer langsamen Gewichtsabnahme wissenschaftlich nicht ausreichend gesichert sei. Neuere Studien belegten vielmehr, dass der Jo-Jo-Effekt unabhängig vom Tempo der Diät ist. Die beiden Wissenschaftler weisen zugleich auf ungünstige gesundheitliche Auswirkungen einer überproportional schnellen Gewichtsabnahme hin. Sie sei mit einem erhöhten Risiko für Gallenblasenentzündung und Gallenkoliken verbunden und gehe außerdem in der Regel mit einem vermehrten Verlust an Magermasse einher (das ist die fettfreie Körpermasse). Und das wiederum ist ein Risiko für eine erneute Gewichtszunahme. Die bislang weitgehend anerkannte Faustregel, wonach ein Energiedefizit von 3500 Kilokalorien pro Woche zu einer Gewichtsabnahme von 0,5 Kilogramm führt, ist im Einzelfall sehr ungenau, so die Ernährungswissenschaftler. Das optimale Abnehmtempo - ein "gesundes Energiedefizit" - könne mit Hilfe von mathematischen Modellen individuell berechnet werden. Sie berücksichtigen unter anderem Faktoren wie Alter und Größe, Gewicht und Anteil der Fettmasse, körperliche Aktivitäten, Energie- und Salzaufnahme. Auch zur Kontrolle einer Diät böten sich diese Modelle an. E.Neumann, www.aid.de

Am 10. Februar 2016 beginnt die 15. After-Faschings-Party:-)

Seit 15. Jahren zelebriere ich selbst die After-Faschings-Party. Sie ist ganz einfach und es funktioniert hervorragend!

Mehr unter - www.after-faschings-party.de

Gesunde Ernährung

aid-Newsletter Nr. 45 vom 4. November 2015: Obst und Gemüse hält das Herz fit

(aid) - Wer als junger Erwachsener viel Obst und Gemüse isst, hat im späteren Alter ein geringeres Risiko für Arteriosklerose und Herzerkrankungen. Das lässt eine US-amerikanische Studie mit mehr als 2.500 Probanden vermuten, die bei Untersuchungsstart 18 bis 30 Jahre alt waren. Sie machten zu Studienbeginn und nach 20 Jahren Angaben zu ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Während des gesamten Untersuchungszeitraums wurden die Probanden medizinisch begleitet. Anhand von Blutproben bestimmten die Wissenschaftler unter anderem Fett- und Cholesterinwerte sowie bestimmte Marker für Arteriosklerose. Junge Erwachsene, die am meisten Obst und Gemüse aßen (7 bis 9 Portionen täglich), hatten nach 20 Jahren ein um 25 Prozent geringeres Risiko für Arteriosklerose im Vergleich zu Personen mit dem geringsten Verzehr (2 bis 4 Portionen täglich). Der Zusammenhang war unabhängig vom Körpermassenindex (BMI), Rauchen, Alkohol, körperlicher Bewegung, Einkommen sowie Bildungsstatus und für Frauen stärker als für Männer. Die Wissenschaftler geben jedoch bei den Rückschlüssen zu bedenken, dass ein hoher Obst- und Gemüseverzehr mit einer generell gesünderen Ernährungsweise in Verbindung stand - mehr Fisch, aber weniger Salz, raffinierte Kohlenhydrate und Fastfood. Sie schließen daher nicht aus, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch dadurch beeinflusst wurde. Die Studienergebnisse haben nach Ansicht der Wissenschaftler aber gezeigt, wie wichtig ein gesunder Lebensstil bereits in jungen Jahren für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Arteriosklerose beginnt meist schon früh im Leben mit unbemerkten Veränderungen der Blutgefäße. An winzigen Risse und Verletzungen der Gefäß-Innenwände können sich Fett und Cholesterin ablagern können. Weiße Blutkörperchen fressen die Ablagerungen und sind dadurch prall gefüllt. Wenn andere Blutbestandteile an ihnen hängen bleiben, bilden sich Plaques. Es kommen Verkalkungen hinzu, die Arterienwände werden starr und die Gefäße enger. Durch einen hohen Obst- und Gemüseverzehr wird der Körper mit Vitaminen und anderen Mikronährstoffen versorgt, die schädliche Radikale abfangen und dadurch Arteriosklerose entgegenwirken. Zudem verringert sich der Blutdruck und die Blutfettwerte verbessern sich. Alles unbestrittene Vorteile von Obst und Gemüse. Die Zusammenhänge sollen aber weiter erforscht werden. Heike Kreutz, www.aid.de

Ab 5. Oktober 2015 gibt es die zwölfte After-Wiesn-Party:-)

Fangen Sie doch am 5.Oktober mit der Downsizing-Wiesn an - für 23 Tage!

Mehr unter - www.after-wiesn-party.com

Ernährung

Oktober 2015: Joggen ist gut für die Gelenke

Joggen schadet den Gelenken - kaum ein Sportmythos hält sich so hartnäckig wie dieser. Caroline Werkmeister, ärztliche Leiterin am Kompetenzzentrum für Sport- und Bewegungsmedizin am Universätsklinikum Hamburg-Eppendorf, entkräftet dieses Vorurteil: Der Knorpel selbst sei nicht durchblutet. Deshalb halten ihn Stoffe aus der Gelenkflüssigkeit vital und das geht am besten, wenn es eine Mischung aus Druck und Entlastung gibt, wie beim Joggen.

aid-Newsletter Nr. 37 vom 9. September 2015: Fleisch ja oder nein?

(aid) - Steigert der Verzehr von rotem Fleisch das Risiko, an Krebserkrankungen des Dick- oder Mastdarms (KRK) zu erkranken? Diese Frage diskutieren Wissenschaftler, Mediziner und Interessenverbände seit Jahren intensiv und kontrovers. Den aktuellen Stand der Forschung dazu stellt die aid-Fachzeitschrift Ernährung im Fokus in ihrer neuen Ausgabe in einem umfangreichen Artikel vor. Das Autorenteam um Professor Andreas Hahn aus Hannover hat eine Vielzahl internationaler Studien aus den vergangenen rund 15 Jahren zusammengetragen und bewertet. Ihr Fazit: "Betrachtet man die Datenlage insgesamt, so gibt es wenig Hinweise, dass der mäßige Verzehr (300 bis 600 Gramm pro Woche) von rotem, naturbelassenem Fleisch das Risiko, an KRK zu erkranken, erhöht." Neben der Verzehrmenge haben auch die Ernährung insgesamt sowie die Zubereitungsart des Fleisches Einfluss auf dessen gesundheitlichen Effekt. Der Verzehr von Fleischwaren sowie gegrilltem und scharf angebratenem Fleisch sollte eingeschränkt und durch Fisch, Geflügel, Hülsenfrüchte und Nüsse ergänzt werden.

Bethesda (pte/17.08.2015/06:00) Diät: Weniger Fett besser als weniger Kohlenhydrate

, Das Reduzieren von Fett in der Ernährung führt zu größerer Gewichtsabnahme als der Verzicht auf Kohlenhydrate, wie die National Institutes of Health http://nih.gov ermittelt haben. Das Team um Kevin Hall analysierte Daten gesteuerter Diäten genau - jede Nahrungsaufnahme, jede Minute, in der Sport betrieben wurde und auch jeden Atemzug der Teilnehmer. Bisheriges Modell unzureichend! Beide Diäten, also der Verzicht auf Fett und der Verzicht auf Kohlenhydrate wie Stärke oder Zucker, führten zur Gewichtsabnahme. Mehr Kilos purzelten hingegen beim Verzicht auf Fett. Bisher wurde immer wieder argumentiert, dass der Verzicht auf Kohlenhydrate die beste Möglichkeit sei, die Schwimmreifen um die Mitte loszuwerden, da dadurch der Stoffwechsel des Körpers verändert werde. Bei diesem Ansatz wird davon ausgegangen, dass weniger Kohlenhydrate zu geringeren Insulinwerten führen, was dann dazu führt, dass Fettzellen aus den Speichern des Körpers abgebaut wird. Laut Forschungsleiter Hall vom National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases http://niddk.nih.gov ist dieser Ansatz richtig. Der Experte betont jedoch, dass mehr Körperfett verschwindet, wenn man auf fetthaltiges Essen verzichtet. 245 Gramm versus 463 Gramm! Laut den in "Cell Metabolism" veröffentlichten Ergebnissen dürfte der Verzicht auf Kohlenhydrate nicht so viel bringen wie bisher angenommen. Im Rahmen der Studie nahmen 19 fettleibige Personen anfangs pro Tag 2.700 Kalorien zu sich. Über einen Zeitraum von zwei Wochen wurden Diäten getestet, bei denen die Kalorienzufuhr um ein Drittel verringert wurde. Das geschah entweder durch die Reduzierung von Kohlenhydraten oder Fett. Die Experten analysierten die Mengen an Sauerstoff und Kohlendioxid, die ausgeatmet wurden, sowie die Menge an Stickstoff im Urin. Damit sollten die chemischen Vorgänge im Körper genau berechnet werden. Nach sechs Tagen zeigte sich, dass jene Teilnehmer, die auf Fett verzichteten, 463 Gramm Körperfett verloren hatten und damit 80 Prozent mehr als diejenigen, die Kohlenhydrate wegließen. Bei ihnen lag dieser Wert bei 245 Gramm. Laut Hall gab es keinen stoffwechselbedingten Grund, sich für eine Diät mit wenig Kohlenhydraten zu entscheiden. Die Studie legt jedoch auch nahe, dass im Alltag, wenn die Ernährung weniger strikt kontrolliert wird, mehr Gewichtsverlust durch den Verzicht auf Kohlenhydrate zu erzielen sein könnte. Laut Hall sollte sich jeder, der abnehmen will, für jene Diät entscheiden, die leichter auf Dauer beizubehalten ist. Entscheide man sich jedoch für eine Ernährung mit weniger Fett, bringe das keine Nachteile für den Stoffwechsel.

Süddeutsche Zeitung Juli 2015: Aufrecht für das Herz - Wer öfter steht, lebt gesünder

(SZ) - Gesundheit kann anstrengend sein. Entschleunigung, ausreichend Ruhepausen und die richtige Balance zwischen Arbeit und dem restlichen Leben finden. Aber zu viel Entspannung darf es auch wieder nicht sein, zumindest nicht im Sitzen. Sitzen ist das neue Rauchen und kann ziemlich gefährlich werden. Siehe Australische Ärzte im European Heart Journal.

Mehr unter - European Heart Journal

aid-Newsletter Nr. 23 vom 3. Juni 2015: Ernährungsempfehlungen neu denken - 'Einfach' und 'weniger' ist mehr

(aid) - "Essen Sie weniger, bewegen Sie sich mehr und essen sie reichlich Obst und Gemüse". So einfach fasst Marion Nestle, US-amerikanische Professorin für Ernährung und Public Health, die Grundprinzipien eines gesunden Lebensstils zusammen. Ihre Aussage steht sinnbildlich für die Forderung nach einfachen und erreichbaren Faustregeln für eine gesunde Ernährung statt komplexer Vorgaben. www.aid.de

aid-Newsletter Nr. 19 vom 6. Mai 2015: Pro und contra Steinzeitdiät, Paleo - der neue Ernährungstrend

(aid) - Kein Getreide, keine Milchprodukte und Zucker, dafür viel Obst, Gemüse und mageres Fleisch - die Steinzeitdiät "Paleo" ist ein neuer Ernährungstrend, der sich am Speiseplan unserer Vorfahren orientiert. Das Thema wird immer häufiger in Internetforen, Kochbüchern und Seminaren aufgegriffen. Auch wenn die Ernährungsform viele positive Aspekte hat, wird sie von Experten kritisch gesehen. In der Altsteinzeit aßen die Jäger und Sammler vermutlich erheblich mehr Eiweiß, aber weniger Fett und Kohlenhydrate. Der Energiebedarf wurde in erster Linie durch mageres Fleisch, frisches Obst und Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte gedeckt. Paleo-Köche verwenden hochwertige Öle, Honig, Eier, Nüsse, Samen und würzen mit frischen Kräutern. Das Salzen der Speisen wird auf ein Minimum reduziert. Die Einführung des Ackerbaus vor rund 10.000 Jahren hat die Lebensmittelauswahl stark erweitert. Auf diese Produkte soll in der Paleo-Ernährung verzichtet werden: Getreideprodukte wie Reis, Mais sowie Vollkorn von Weizen, Roggen oder Gerste, aber auch daraus hergestellte Nudeln, Mehl und Müsli. Zudem sollen Kartoffeln, Milch und Milchprodukte, Hülsenfrüchte wie Linsen oder Soja und stark verarbeitete Lebensmittel wie Zucker gemieden werden. Eine Steinzeit-Diät hat durchaus Vorteile: Der reichliche Verzehr von Obst und Gemüse versorgt den Körper mit Mineralstoffen, Ballaststoffen und Vitaminen. Fisch und mageres Fleisch liefern wertvolles Eiweiß und auch der Verzicht auf industriell verarbeitete Produkte und Zucker ist positiv zu bewerten. Qualität und Nachhaltigkeit haben in der Lebensmittelauswahl einen hohen Stellenwert. Durch die Ernährungsumstellung soll das Wohlbefinden steigen und Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes vorgebeugt werden. So weit, so gut. Doch mit den Getreideprodukten fehlen auch wichtige Mineral- und Ballaststoffe. Milchprodukte liefern wertvolles Kalzium, das der Körper bei einem Verzicht aus anderen Quellen beziehen muss. Zudem ist noch nicht klar, wie sich der hohe Eiweißkonsum langfristig auf die Funktion von Niere und Leber auswirkt. Bei der heutigen Vollwertkost liegt der Proteinanteil bei ungefähr 20 Prozent der Gesamtenergie, die Paleo-Diät empfiehlt 32 bis 37 Prozent. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass es unsicher bleibt, wie die Ernährung der Steinzeitmenschen tatsächlich aussah. Grundsätzlich gilt: Je stärker die Lebensmittelpalette eingeschränkt wird, desto schwieriger wird es, dem Körper alle Nährstoffe in ausreichender Menge zu bieten. Wer die Paleo-Kost ausprobieren möchte, sollte einen guten Ernährungsplan aufstellen, damit eine ausreichende Nährstoffzufuhr gesichert ist. Heike Kreutz, www.aid.de

aid-Newsletter Nr. 18 vom 29. April 2015: So kann Ernährung im Jahr 2030 aussehen

(aid) - Die meisten Menschen sind aufgeschlossen gegenüber zukünftigen Entwicklungen: Viele befürworten eine gesunde Ernährungsweise in einer werteorientierten Gesellschaft, die gleichzeitig Ressourcen schont. Das zeigt die Nestlé Zukunftsstudie "Wie is(s)t Deutschland 2030?". Zunächst wurde ein Expertenworkshop durchgeführt, in dem Trendforscher, Ernährungswissenschaftler und Köche fünf Zukunftsszenarien der Ernährung entwickelten. Anschließend diskutierten kreative Verbraucher diese Visionen, bevor im dritten Teil in einer Umfrage mit 1.000 Teilnehmern die Haltung der Konsumenten ermittelt wurde. Das beliebteste Szenario ist demnach eine gesunde und nachhaltige Ernährung, die zum Ausdruck des persönlichen Lebensstils und der Weltanschauung wird. Regionales und Bio-Produkte sind besonders gefragt. Die Verbraucher können sich sogar vorstellen, Insekten und Algen zu essen, die einen hohen Eiweißgehalt aufweisen. Die zweite Vision ist eine Ernährung zur Selbstoptimierung. Nahrungsmittel sind auf den individuellen Bedarf abgestimmt und erhöhen dadurch die Leistungsfähigkeit. Es ist denkbar, dass Restaurants ein Gesundheitsprofil des Gastes erhalten und daraufhin ein individuell abgestimmtes Menü zubereiten. Im dritten Szenario bevorzugen die Menschen in 15 Jahren eine ausgewogene und gesundheitsbezogene Ernährung, reflektiert und eigenverantwortlich. Es gibt Gesundheitsapps und gezielte Informationen im Internet. Selbst Fertiggerichte für Zuhause sind von hoher Qualität. In Szenario 4 wird das gemeinsame Essen zum Event. Das Essen wird mit Familie und Freunden zu Hause und in Städten gerne in angemieteten Großküchen zubereitet. Nahrungsmittel werden häufiger im Internet eingekauft. Das letzte Szenario beschreibt das einfache Sattwerden im virtuellen Umfeld. Es ist in erster Linie wichtig, den täglichen Kalorienbedarf zu decken. Gekocht wird selten, Fertiggerichte und Mikrowelle stehen hoch im Kurs. Viele Menschen fürchten bei dieser Vision, dass der Genuss und der soziale Kontakt in der Gesellschaft verloren gehen. Die Experten teilen die Verbraucher in drei Gruppen ein: Die Zukunftsgestalter (insgesamt 12 %). sind 40 bis 59 Jahre alt, eher weiblich und höher gebildet Sie sind schon heute offen gegenüber mindestens einer der verschiedenen Zukunftsvisionen. Dagegen sind die Traditionalisten (20 %) eher männlich, weniger gut gebildet und über 50 Jahre alt. Sie halten an traditionellen Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten fest. Dazwischen stehen die Zukunftsbegleiter mit dem größten Anteil von 68 Prozent. Heike Kreutz, www.aid.de

Seoul (pte/03.03.2015/10:30) Das Trinken einiger Tassen Kaffee pro Tag hilft laut einer Studie des Kangbuk Samsung Hospital http://www.kbsmc.co.kr , eine Verengung der Arterien zu verhindern. Dieser Umstand gilt als Risikofaktor für Herzerkrankungen. Die Forscher untersuchten über 25.000 männliche und weibliche Arbeitnehmer, an deren Arbeitsplatz Routineuntersuchungen durchgeführt wurden.

März 2015: Sport verändert die Gene

Stockholm, anders als bisher vermutet verändert bereits eine kurze sportliche Betätigung die Erbgutstellen bestimmter Gene in Muskelzellen. Das könnte ein Grund dafür sein, warum Sport diversen Erkrankungen vorbeugt und zahlreiche Krebsarten positiv beeinflusst. Bisher nahmen Wissenschaftler an, dass das Methylierungsmuster von Erwachsenen relativ unveränderlich und stabil gegenüber nur kurzzeitig auftretender Umwelteinflüsse sei. Eine kürzlich im Fachmagazin “Cell Metabolism” veröffentlichte Studie unter schwedischer Leitung zeigte nun jedoch, dass sportliche Betätigung die epigenetischen Modifikationen der DNA in Muskelzellen innerhalb von Minuten beeinflussen kann. “Man weiß schon lange, dass Sport Veränderungen in der Muskulatur, einschließlich eines erhöhten Fett- und Zuckerstoffwechsels, hervorruft”, so Juleen Zierath, Studienleiterin am Karolinska Institutet in Stockholm.

aid-Newsletter Nr. 7 vom 11. Februar 2015:

(aid) - Männer mögen es deftig, Frauen eher süß. Die Deutschen snacken gerne beim Bäcker und beim Metzger, wünschen sich aber mehr Auswahl. Vor allem Frauen ist ein abwechslungsreiches Angebot wichtig. Das zeigt das Snackbarometer 2015, für das über 2.500 18- bis 65-Jährige online Fit mit Personal-Trainer interviewt wurden. 1.500 der Befragten hatten in den vergangenen vier Wochen mindestens einen Snack beim Bäcker oder Metzger gekauft, informiert die dfv Mediengruppe. 58 Prozent der Deutschen kaufen demnach regelmäßig Snacks beim Bäcker, aber auch der Metzger ist beliebt (24 %). Während das belegte Brötchen gerne zum Frühstück verzehrt wird, gehen die Kunden für einen heißen Mittagsimbiss lieber zum Fleischer. Das gilt vor allem für Männer: Jeder Dritte mag es deftig und hat im vergangenen Monat mindestens einmal beim Metzger geschlemmt. Bei den Frauen sind es nur 19 Prozent. Für rund 60 Prozent der Bäckerkunden ist das klassische belegte Brötchen die erste Wahl. Zwei Drittel der Frauen greifen auch gerne zu süßem Feingebäck. An dritter Stelle steht für die Deutschen das Laugengebäck (45 %), gefolgt vom Tortenstück (36 %) und salzigen Snacks (34 %). Beim Metzger steht Leberkäse an erster Stelle - vor allen Dingen in Süddeutschland. Bewohner in Nord und Ost greifen zur heißen Wurst und der Westen liebt die Frikadelle.

Cambridge (pte/16.01.2015/06:00) Der Mangel an körperlicher Bewegung könnte in Europa doppelt so viele Menschen töten wie Fettleibigkeit, wie eine Studie der University of Cambridge http://cam.ac.uk ergeben hat. Daten aus zwölf Jahren von mehr als 300.000 Personen wurden ausgewertet. Laut den im "American Journal of Clinical Nutrition" http://ajcn.nutrition.org veröffentlichten Ergebnissen sind rund 676.000 Todesfälle jährlich auf Trägheit zurückzuführen. Übergewicht ist im Vergleich dazu für "nur" 337.000 Todesfälle verantwortlich.

Hohes Risiko durch Trägheit

Laut Experten bringen bereits 20 Minuten schnelles Gehen pro Tag entscheidende Vorteile mit sich. Fettleibigkeit und Bewegungsmangel gehen nämlich häufig Hand in Hand. Es ist jedoch auch bekannt, dass schlanke Menschen durch Bewegungsmangel über ein höheres Gesundheitsrisiko verfügen. Stark übergewichtige Menschen, die Sport betreiben, sind jedoch auch gesünder als jene, die es nicht tun. Die aktuelle Untersuchung zielte darauf ab, die durch Bewegungsmangel und Fettleibigkeit entstehenden Gefahren zu untersuchen. Die Forscher begleiteten 334.161 Europäer zwölf Jahre lang. Beurteilt wurden das Ausmaß an sportlichen Aktivitäten und der Taillenumfang. Zusätzlich wurde jeder einzelne Todesfall aufgezeichnet. Das größte Risiko eines frühen Todes besteht bei jenen, die körperlich inaktiv sind, so Studienautor Ulf Ekelund. Das gelte für Menschen mit normalem Gewicht, Übergewichtige und Fettleibige gleichermaßen. Eine Beseitigung dieses Mangels in Europa würde die Sterbezahlen laut dem Wissenschaftler um fast 7,5 Prozent oder 676.000 Todesfälle verringern. Ein Ende der Fettleibigkeit würde jedoch nur zu 3,6 Prozent weniger Toten führen. Alles, was laut Ekelund nötig wäre, um bereits entscheidende Veränderungen herbeizuführen, wäre rasches Gehen. Dabei könne es sich um den Weg zur Arbeit oder einen Abendspaziergang handeln. Durch Bewegungsmangel und Fettleibigkeit verursachte Krankheiten sind etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Typ-2-Diabetes dagegen tritt bei fettleibigen Menschen öfter auf.

aid-Newsletter Nr. 2 vom 7. Januar 2015:

(aid) - Männer sind anders als Frauen - auch in Bezug auf Gesundheit und Ernährung. Die Gründe dafür sind vielschichtig, lautet das Fazit einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes am RKI hat in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt und Experten aus Wissenschaft und Praxis ausführliche Daten zur Männergesundheit zusammengetragen. Männer haben eine um fünf Jahre geringere, mittlere Lebenserwartung als Frauen. Die Ursache liegt vor allem in der größeren Anzahl an Sterbefällen unter 65 Jahren. Viele der Todesursachen können auf ein gesundheitliches Risikoverhalten zurückgeführt werden. So sind Männer häufiger von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen, für die Rauchen, Adipositas, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck Risikofaktoren sind. Im Gegensatz zu diesen Fakten bezeichnen Männer ihre Gesundheit häufiger als Frauen als "gut" oder "sehr gut". Die Wissenschaftler vermuten, dass sie weniger aufmerksam für Symptome sind und körperliche Veränderungen später thematisieren. Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit: Männer essen nicht nur mehr, sondern greifen auch gerne zu Fleisch und Wurstwaren und mögen es deftig. Ballaststoffreiche Lebensmittel stehen durchschnittlich seltener auf dem Speiseplan. Positiv ist jedoch, dass immerhin jeder zweite Mann täglich Obst isst, Gemüse kommt bei einem Drittel jeden Tag auf den Tisch. DIE "Männerernährung" gibt es aber nicht, denn auch Alter, sozioökonomische Lage und Herkunft haben einen großen Einfluss auf die Verzehrsgewohnheiten. Tendenziell beschäftigen sich Männer jedoch weniger intensiv mit dem Thema Ernährung. Sie kaufen seltener Lebensmittel ein und kochen auch seltener als Frauen. Eine zu energiereiche Ernährung und zu wenig körperliche Bewegung können jedoch zu Übergewicht führen: Derzeit sind zwei Drittel der Männer betroffen, obwohl ebenso viele sportlich aktiv sind. Bei den Frauen ist die Hälfte übergewichtig. In weiteren Studien sollen die geschlechtsspezifischen Zusammenhänge von biologischen und soziokulturellen Einflussfaktoren auf die Gesundheit genauer erforscht werden.

Dezember 2014, Rheumatology International, Professorin Susanne Grässel, Uni Regensburg:

Sport lindert Knie-Arthrose: Regelmässiges Training erhöht die Konzentration des Wachstumsfaktors BDNF im Blut, der entzündliche Prozesse im Knie unterdrückt und so Schmerzen lindert.

aid-Newsletter Nr. 38 vom 13. September 2014 - Gut und reichlich; Ballaststoffe auch gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen! Wer mit der Nahrung reichlich Ballaststoffe aufnimmt, kann offenbar Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Das lässt eine US-amerikanische Studie vermuten, für die Daten von mehr als 23.000 Erwachsenen aus den Jahren 1999 bis 2010 ausgewertet wurden. Fit mit Personal-Trainer Die Probanden nahmen regelmäßig an medizinischen Untersuchungen teil. Die Nährstoffaufnahme wurde anhand von 24-Stunden- Ernährungsprotokollen bestimmt. Probanden mit einem besonders hohen Ballaststoffverzehr hatten ein geringeres Risiko für Entzündungen von Herz und Gefäßen (34 Prozent), Übergewicht (23 Prozent) und das Metabolische Syndrom (22 Prozent). Das Metabolische Syndrom bezeichnet zusammengefasst Stoffwechselstörungen, also Adipositas, Fettstoffwechselstörung, Diabetes und Bluthochdruck. Der positive Effekt eines hohen Ballaststoffverzehrs war unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft. Weitere Studien sind jedoch notwendig, um die Resultate zu untermauern. Ballaststoffe sind unverdauliche Pflanzenbestandteile, die keine Energie liefern. Sie erhöhen unter anderem das Sättigungsgefühl und wirken damit Übergewicht entgegen. Ein hoher Verzehr soll Verstopfung vorbeugen, den Cholesterinspiegel senken sowie Dickdarmkrebs entgegen wirken. Ein Erwachsener sollte täglich 30 bis 40 Gramm Ballaststoffe verzehren. Essen Sie täglich reichlich Obst und Gemüse sowie ein- bis zweimal die Woche Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen, empfiehlt der aid infodienst. Dazu kommen noch möglichst täglich ein Schälchen Müsli oder andere Getreideflocken, zwei bis drei Scheiben Vollkornbrot und eine Portion Kartoffeln, Vollkornreis oder -nudeln. Heike Kreutz, www.aid.de

Heidesheim am Rhein (pts/11.08.2014/14:30) Neue Lancet-Studie mit pflanzlicher Ernährung, Stressreduktion und Bewegung bei Prostatakrebs-Patienten. Der Alterungsprozess steht in engem Zusammenhang mit der Teilungsfähigkeit der Körperzellen. Die Erbsubstanz DNA besitzt an ihren Enden Telomere, die als Schutzkappen dienen und die Stabilität der DNA gewährleisten. Die Telomere werden jedoch bei jeder Zellteilung verkürzt - wird eine kritische Länge unterschritten, so kann sich die Zelle nicht mehr teilen. Gesund mit Personal-TrainerSie geht dann in eine Art Ruhezustand über und erfüllt ihre Funktion nur noch in vermindertem Maße, was mit Alterserscheinungen einhergeht. Die Telomerlänge nimmt mit fortschreitendem Alter ab und ist ein Marker für die Alterung sowie für das allgemeine Erkrankungsrisiko und eine frühzeitige Sterblichkeit. Je kürzer die Telomere, desto höher das Risiko. Lebensstilveränderungen gegen den Alterungsprozess. Eine umfassende Lebensstiländerung kann die Verkürzung der Telomere verhindern: In einer 2008 veröffentlichten Studie der Forschungsgruppe von Prof. Dean Ornish führten eine Ernährungsumstellung, mehr körperliche Aktivität, Stressmanagement und soziale Unterstützung innerhalb von 3 Monaten zu einer deutlich erhöhten Aktivität des Enzyms Telomerase, das einer Verkürzung der Telomere und somit auch der Alterung entgegenwirkt (Ornish et al., 2008a). Bei der nun vorgestellten Anschluss-Studie waren die Telomere in der Versuchsgruppe nach 5 Jahren sogar verlängert, in der Kontrollgruppe dagegen signifikant verkürzt. Je besser die Lebensstilveränderung eingehalten wurde, desto stärker war der positive Effekt (Ornish et al., 2013). Studienergebnisse von Dean Ornish weisen darauf hin, dass eine gesunde Lebensweise einen wesentlichen Beitrag dazu leisten kann, nicht nur Prostatakrebs aufzuhalten, sondern sogar den Alterungsprozess von Zellen aufzuhalten.

Diese Lebensstiländerungen haben sich bereits in vielen Fällen als präventiv und auch als kurativ erwiesen. Bei Patienten mit fortgeschrittener koronarer Herzerkrankung konnten sich auf diese Weise innerhalb von einem Jahr verengte Koronararterien nachweislich wieder weiten. Zudem wurden deutlich die Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegel sowie um 91 % die Häufigkeit von akuten Herzschmerzen (Angina Pectoris) gesenkt. 71 % der Studienteilnehmer hielten sich übrigens auch nach fünf Jahren noch an das Ornish-Programm - mit spektakulären Langzeitergebnissen ohne Einsatz von Cholesterinsenkern (Ornish et al., 1990). Inspiriert von diesen Ergebnissen folgt auch Bill Clinton nach einem Herzinfarkt, vier Beipässen und zwei Stents seit einigen Jahren begeistert diesem Ernährungsstil.Pflanzenpower gegen Prostata-Krebs! Diese Ernährungs- und Lebensstilveränderung konnte auch in einer zweijährigen klinischen Studie bei Patienten mit dem häufigen Niedrigrisiko-Prostatakrebs das Fortschreiten der Erkrankung um mindestens 2 Jahre verzögern (Frattaroli et al., 2008) und führte in einer anderen Studie bei Prostatakrebs-Patienten innerhalb von drei Monaten zu Veränderungen bei mehreren hundert Genen: tumorfördernde Gene wurden herunterreguliert, krebshemmende Gene aktiviert (Ornish et al., 2008b). Insbesondere die Ernährung ist ein wichtiger Faktor, der die Genaktivität beeinflusst, und hat nachgewiesenermaßen einen deutlichen Einfluss auf Gesundheit und Krankheit: Männer in westlichen Ländern mit einem hohen Konsum an Fleisch, Milchprodukten und Zucker sterben bis zu 27 Mal häufiger an Prostatakrebs als Asiaten, wobei die lebenslang praktizierte Ernährungs- und Lebensweise eine wichtige Rolle spielt. Asiaten trinken viel Grüntee und verzehren traditionell sehr viel Gemüse und Hülsenfrüchte wie Soja, aber sehr wenig Milchprodukte und Fleisch.

Die westliche Ernährung enthält dagegen große Mengen an tierischen und verarbeiteten Lebensmitteln. Hierbei ist nicht nur Fleisch von Bedeutung, auch Milch und Milchprodukte tragen in hohem Maße zum übermäßigen Verzehr von tierischem Protein und Fett bei. Insbesondere die Kombination mit Zucker und Weißmehl führt zu einer hohen Ausschüttung von Insulin und dem insulinähnlichen Wachtstumsfaktor 1. Wie zahlreiche Studien zeigen, erhöhen Milchprodukte und IGF-1 das Prostatakrebsrisiko deutlich. Milchprodukte enthalten auch Östrogene und Progesteron, die die Entwicklung der hormonabhängigen Krebsarten Brust- und Prostatakrebs fördern können. Die Prostatakrebshäufigkeit bei in den Westen ausgewanderten Asiaten gleicht sich übrigens an westliche Verhältnisse an und steigt auch in allen asiatischen Ländern in direkter Relation zu deren Verwestlichung. Dies zeigt, dass die genetische Veranlagung für die Erkrankungsrate nicht hauptentscheidend ist. Das reduzierte Auftreten von Krebs- und Herzerkrankungen sind nur zwei Beispiele für die positiven Wirkungen einer fettarmen, pflanzenbasierten Ernährungsweise.

London (pte/13.08.2013/06:10) Forscher der Oxford University http://ox.ac.uk haben in einer Studie herausgefunden, dass Millionen britischer Kinder Gefahr laufen, einen Herzinfarkt zu bekommen. Die Kinder würden zu wenig Gemüse essen und zu viel TV sehen. Damit könnte die Generation früher sterben als ihre Eltern. Laut der Untersuchung http://bit.ly/19n404Z essen bis zu 80 Prozent der fünf- bis 15-jährigen britischen Kinder weniger als fünf mal am Tag Obst oder Gemüse. Die Hälfte nimmt täglich Softdrinks, Schokolade und andere Süßigkeiten zu sich. "Die Zahlen sind eine Warnung: Viele unserer Kinder laufen Gefahr, eine schwere Herzerkrankung zu entwickeln, falls sie ihre schlechten Ernährungsgewohnheiten beibehalten", beklagt Simon Gillespie von der British Heart Foundation.Fünf Minuten gehen als Problem. Zusammen mit der schlechten Ernährung beeinflusst ein niedriges Maß an Bewegung den Gesundheitszustand. Die Forscher rufen zu einer Rückkehr zu traditionellen Outdoor-Aktivitäten auf. Sie fanden heraus, dass ein Viertel der Zwei- bis 15-Jährigen an Samstagen und Sonntagen mindestens sechs Stunden inaktiv verbringt. Im Erwachsenenalter scheinen sich die schlechten Angewohnheiten zu manifestieren: Einer von zehn Briten kann nicht fünf Minuten am Stück gehen. Einem Sportverein anzugehören, scheint ein Weg zu sein, diesem Schicksal zu entgehen: "Wer in einen Verein geht, betreibt Prophylaxe gegen Übergewicht", weiß Michael Schirp, Funktionär des Deutschen Olympischen Sportbundes http://dosb.de . "Die Mitgliederzahl hat sich in den vergangenen Jahren nach oben entwickelt", freut sich Schirp.London (pte/13.08.2013/06:10) Forscher der Oxford University http://ox.ac.uk haben in einer Studie herausgefunden, dass Millionen britischer Kinder Gefahr laufen, einen Herzinfarkt zu bekommen. Die Kinder würden zu wenig Gemüse essen und zu viel TV sehen. Damit könnte die Generation früher sterben als ihre Eltern.

Boston (pte/08.08.2013/11:15) Ältere Menschen, die jeden Tag Kakao trinken, können ihre Gehirne länger gesund halten, sagen Forscher der Harvard Medical School http://hms.harvard.edu . Das Team um Farzaneh Sorond fand heraus, dass bei 60 älteren Personen ohne Demenz zwei Tassen Kakao pro Tag ausreichen, um den Blutfluss im Gehirn zu verbessern. Jene Teilnehmer, die das Experiment wagten, schnitten bei Gedächtnistests besser ab, wie Neurology http://neurology.org berichtet.Flavanole spielen wichtige Rolle. Die aktuelle Studie ist jedoch nicht die erste, die Kakao mit der Gesundheit der Gefäße in Zusammenhang bringt. Die Forscher gehen davon aus, dass dafür zum Teil der hohe Anteil an Flavanolen verantwortlich sein könnte. Für die aktuelle Studie wurden 60 Personen mit einem Durchschnittsalter von 73 Jahren ersucht, zwei Tassen Kakao pro Tag zu trinken. Eine Gruppe erhielt Kakao mit einem hohen Anteil an Flavanolen, die andere Kakao mit nur einem geringen Anteil. Zusätzlich wurden die Teilnehmer ersucht, keine Schokolade zu essen. Ultraschalltests zu Beginn der Erhebung haben gezeigt, dass die Blutversorgung des Gehirns bei 17 Personen eingeschränkt war. Es gab keinen Unterschied zwischen jenen, die die eine oder andere Sorte Kakao tranken. Je nachdem, welche Art Kakao getrunken wurde, verbesserte sich jedoch bei 88 Prozent der Teilnehmer mit einem eingeschränkten Blutfluss der Zustand und sie schnitten auch bei kognitiven Tests positiver ab. Das galt nur für 37 Prozent der Personen, deren Blutversorgung zu Beginn der Studie normal gewesen war. Laut Sorond lernen die Wissenschaftler mehr über die Blutversorgung des Gehirns und die Auswirkungen auf die Denkfähigkeit. "Verschiedene Bereiche des Gehirns benötigen für das Erfüllen ihrer Aufgaben mehr Energie und daher auch eine bessere Blutversorgung. Diese neurovaskuläre Kopplung könnte auch bei Krankheiten wie Alzheimer eine wichtige Rolle spielen", so Sorond.

PresseInfo Nr. 32 vom 7. August 2013 (aid) - Vielleicht wird der 5. August 2013 bei unseren Enkeln in den Biologie-Büchern stehen. Der Tag als Beginn einer besseren Welt. Ein sommerlicher Montag, an dem der erste geklonte Burger auf den Tisch kam - ganz ohne Rind. Oder doch vielleicht ein bisschen. Die Geschichte beginnt mit der Entnahme von Myosatellitenzellen mittels Spritze aus dem Nacken eines Rindes. Das sind Stammzellen, die sich sehr einfach und schnell zu Muskelzellen entwickeln. Die hat die Kuh nicht, damit Wissenschaftler Burger daraus machen können sondern, um Muskelverletzungen schnell zu heilen. Diese Stammzellen wurden von einer Gruppe von Forschern um Professor Marc Post von der Universität Maastricht mittels Nährlösungen und elektrischer Stimulation vermehrt. So wurden aus ein paar Zellen so um die 20.000 Muskelstränge generiert. Das reichte - angereichert durch eine Prise Salz, Safran, Eipulver, Brotstückchen und Rote-Beete-Saft - für einen Burger. Serviert auf einer Pressekonferenz mit viel Bohei in London, der ungekrönten europäischen Hauptstadt für Fast Food. Von "schnellem Lebensmittel" kann aber nicht wirklich die Rede sein. Fünf Jahre Forschung und neun Wochen Wachstum der Zellen sind dann selbst für das Beste Fast Food-Restaurant ein wenig zu lang. Und der Preis ist ebenso (noch) ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die Süddeutsche Zeitung hat dazu geschrieben: "Ein Hamburger, ein Batzen Kunstfleisch, für eine viertel Millionen Euro. Dagegen ist Kobe-Rind ein Schnäppchen."

Die Vorteile dieser Methode der Fleischgewinnung liegen auf der Hand und werden von Marc Post nimmermüde wiederholt. Tatsache ist, dass die Rinderzucht enorme Mengen Energie kostet, Umweltschäden verursacht und schlicht fragwürdig effizient ist. Zum Beispiel entstehen 14.000 CO2-Äquivalente pro Kilogramm Rindfleisch, was in etwa 1.500 km Autofahrt entspricht. Als Vergleich: beim Schwein sind es 3.000, bei Gemüse 150 CO2-Äquivalente pro Kilogramm. Der Wasser- und Landverbrauch ist ebenso enorm in der Rinderzucht. Von daher also eine prima Idee, das Rindfleisch aus dem Labor. Eine Studie aus Cambridge bescheinigt dem In vitro-Burger eine Senkung sowohl des Wasserbedarfs als auch der Emissionen von bis zu 96 Prozent. Und dennoch bleibt der Beigeschmack fahl. Und das nicht nur im wörtlichen Sinne. Denn eine der drei Testesserinnen, die Ernährungswissenschaftlerin Hanni Rützler bezeichnete die Bulette zwar als fleischähnlich aber sie vermisste Salz und Pfeffer. Was der von Kritikern bezeichnete "Frankensteinburger" definitiv nicht hat, ist Fett. Es handelt sich nämlich ausschließlich um Muskelgewebe. Da Fett aber auch ein Geschmacksträger ist, bleibt noch viel Arbeit im Labor. Ohne Fett gibt es natürlich auch kein Stück Fleisch. Die Schwierigkeit eines zusammenhängenden Stückes liegt vor allem in der Versorgung mit Nährstoffen. Was in vivo die Blutbahnen, will in der Petrischale noch nicht recht gelingen. Aber auch daran arbeitet das Team in Maastricht. Wird es also in 20 bis 30 Jahren so sein, dass Kühe nur noch für die Idylle in ländlichen Gebieten sorgen oder gar seltene Rinderrassen im Zoo neben dem Elefantengehege zu bestaunen sein werden? Wird es so sein, dass ganze Ställe Laboreinrichtungen weichen? Sind wir schon so nah am "Replikator" von Raumschiff Enterprise? Hier muss man selbstverständlich auch an die Kommunikatoren von Spock und Kirk denken, die vor 20 Jahren noch als Ausbund drehbuchartiger Fantasie galten und im Jahre 2012 schon jeder Deutsche statistisch mehr als ein Handy besitzt.

PresseInfo Nr. 28 vom 10. Juli 2013 (aid) - Bereits geringfügige Veränderungen im Lebensstil können das Risiko für Schlaganfall offenbar deutlich senken. Das ist das Resultat einer US-amerikanischen Studie, an der knapp 23.000 Menschen ab 45 Jahren beteiligt waren. Die Probanden machten in Telefoninterviews und Fragebögen Angaben zu ihrer Ernährungs- und Lebensweise und nahmen an medizinischen Untersuchungen teil. Die Wissenschaftler beurteilten den individuellen Lebensstil anhand der "Sieben Faktoren für ein herzgesundes Leben" der Amerikanischen Herzgesellschaft. Dazu gehören Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterinwerte sowie Körpergewicht, Ernährung, körperliche Bewegung und Rauchen. Nach einem einfachen Punktesystem wurde jeder Faktor für jeden Teilnehmer als schlecht (0 Punkte), mittelmäßig (1 Punkt) oder ideal (2 Punkte) für die Herzgesundheit bewertet, sodass insgesamt 0 bis 14 Punkte erreicht werden konnten. Ideal wären zum Beispiel ein normaler Blutdruck, Nichtrauchen, Normalgewicht, ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. In den darauf folgenden fünf Jahren wurden die auftretenden Schlaganfälle registriert und in Zusammenhang mit den zuvor vergebenen Punkten gebracht. Die Auswertung der Daten zeigte, dass jeder der sieben Gesundheitsfaktoren mit dem Schlaganfallrisiko in Zusammenhang stand. Je mehr Komponenten ideal für die Herzgesundheit waren, desto geringer war die Wahrscheinlichkeit. Jeder Punkt höher auf der Skala verringerte das Risiko um acht Prozent, schreiben die Autoren im Fachjournal Stroke. War der Lebensstil insgesamt ideal für die Herzgesundheit (10 bis 14 Punkte), sank das Schlaganfallrisiko um 48 Prozent - bei durchschnittlichen Werten (5 bis 9 Punkte) um immerhin 27 Prozent. Der wichtigste Risikofaktor war jedoch der Blutdruck: Mit optimalen Werten ließ sich das Erkrankungsrisiko im Vergleich zu Menschen mit Bluthochdruck um sechzig Prozent verringern.

PresseInfo 03/13 vom 17.01.2013 (aid) - Wer nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt ist, hat offenbar ein deutlich höheres Risiko für Typ-1-Diabetes. Das lassen die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie vermuten, an der rund 2.000 Soldaten teilnahmen. Die Wissenschaftler hatten die Vitamin-D-Konzentration im Blutserum der Probanden bestimmt, von denen die Hälfte einen Monat bis zu zehn Jahre nach der Blutentnahme an Typ-1-Diabetes erkrankte. Teilnehmer mit einer besonders niedrigen Vitamin-D-Konzentration (weniger als 43 nmol/l) litten 3,5 Mal häufiger an der Stoffwechselstörung als solche mit einer hohen Konzentration (mehr als 100 nmol/l). Eine Konzentration von etwa 125 Nanomol pro Liter (nmol/l) im Blutserum könnte die Hälfte der Typ-1-Diabeteserkrankungen verhindern, rechnen die Wissenschaftler vor. Weitere Studien sind jedoch notwendig, um die Resultate zu untermauern. Veranlagung, bestimmte Virusinfektionen oder eine Fehlsteuerung des Immunsystems führen dazu, dass die Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden und weniger Insulin gebildet wird. Dieses Hormon steuert die Aufnahme des Zuckers Glukose aus dem Blut in die Zelle. Durch den Insulinmangel bleibt die Glukose im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt. Symptome eines Typ-1-Diabetes sind unter anderem vermehrter Durst, Müdigkeit, häufiges Wasserlassen und Gewichtsverlust. Frühere Untersuchungen ließen bereits vermuten, dass ein Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und der Entwicklung eines Typ-1-Diabetes besteht. Vermutlich wirkt das Vitamin positiv auf das Immunsystem und senkt auf diese Weise das Risiko für eine Infektion der Bauchspeicheldrüse. Der Körper erhält Vitamin D über die Nahrung, kann es aber auch mit Hilfe des Sonnenlichts in der Haut selbst bilden.

Es gibt allerdings nur wenige Vitamin-D-reiche Lebensmittel, darunter Fettfische wie Hering und Makrele, aber auch Leber, Lebertran, Eigelb und einige Speisepilze. In den nördlicheren Ländern ist die Sonneneinstrahlung geringer, sodass die Menschen häufiger an einem Vitamin-D-Mangel leiden. Auch in Industrieländern ist die Versorgung zu gering, da sich die Freizeitaktivitäten geändert haben und die Kinder weniger Zeit im Freien verbringen. In Deutschland sind vermutlich sechzig Prozent der Bürger nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt. Aus diesem Grund haben die Ernährungsgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz Anfang 2012 die Empfehlung für die Vitamin D-Zufuhr auf 20 µg pro Tag (1 µg = 1/1000 mg) für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erhöht. Ein Vitamin D-Präparat sollte aber erst nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

PresseInfo 52/12 vom 07.11.2012 (aid) - Bluthochdruck ist das weltweit größte Risiko für die Gesundheit. So lautet das Fazit der "Global Burden of Disease Study 2010". Die Wissenschaftler bestimmten für 67 Risikofaktoren in 21 Regionen weltweit unter anderem die Zahl der durch sie bedingten Todesfälle. Statistische Daten aus den Jahren 1990 und 2010 gingen in die Berechnungen ein. Im Jahr 2010 starben mehr als neun Millionen Menschen auf der Welt an den Folgen eines zu hohen Blutdrucks. Den zweiten Platz nahm mit insgesamt 6,3 Millionen Todesfällen der Risikofaktor Rauchen und Passivrauchen ein, vor allem in Westeuropa und Nordamerika. 4,9 Millionen Todesfälle weltweit ließen sich auf Alkoholmissbrauch zurückführen, dem drittwichtigsten Risikofaktor. Er betraf insbesondere Menschen in Osteuropa, in großen Teilen von Lateinamerika und in Afrika südlich der Sahara. An vierter Stelle stand Luftverschmutzung im eigenen Haushalt, etwa durch das Kochen auf offenem Feuer und an fünfter Stelle ein zu geringer Obstverzehr. Für Männer war ein geringer Obstkonsum eineinhalbmal gefährlicher als für Frauen. Fettleibigkeit ist ein Risikofaktor, der in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung gewonnen hat. Während ein übermäßiges Körpergewicht im Jahr 1990 noch auf dem zehnten Platz der weltweit größten Risikofaktoren lag, nahm es im Jahr 2010 mit über drei Millionen dadurch bedingten Todesfällen bereits den sechsten Platz ein. Im Allgemeinen hat die Last der Risikofaktoren für chronische Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes in den vergangenen Jahren zugenommen. Risikofaktoren wie beispielsweise verschmutztes Wasser und Nährstoffmangel, haben dagegen an Bedeutung verloren.

London/Zürich (pte/11.12.2012/13:40) Eine Zeitschrift verkehrt zu lesen, um das Gehirn zu stimulieren, weiblich zu sein und mindestens zwei Mal wöchentlich Sex zu haben, sind unter anderem Möglichkeiten, um über 100 Jahre alt zu werden. Mehrere Experten unterschiedlicher Studien und Forschungsinstitute haben herausgefunden, welche Aktivitäten zu einem langen Leben führen. Dass Lachen und ein Gläschen Wein pro Tag gesund sind, ist bereits allseits bekannt. Zu den abstruseren Tätigkeiten für Langlebigkeit kann zum Beispiel das tägliche Atmen durch einen Strohhalm für ein paar Minuten, um die Lungenfunktion und -Kapazität zu verbessern oder das Streiten mit dem Partner, um Wut nicht zu unterdrücken, sein.

PresseInfo 45/12 vom 07.11.2012 (aid) - Menschen mit Adipositas können durch eine Geldprämie gut zu einer stärkeren Gewichtsabnahme motiviert werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), an der 700 fettleibige Frauen und Männer im Alter von 18 bis 75 Jahren teilnahmen. Die Probanden sollten innerhalb von vier Monaten sechs bis acht Prozent ihres Körpergewichts abnehmen, um ein individuelles, vom Arzt empfohlenes Zielgewicht zu erreichen. Die Kontrollgruppe bekam dafür keine finanzielle Belohnung, während erfolgreiche Teilnehmer der beiden Prämiengruppen mit 150 Euro beziehungsweise 300 Euro honoriert wurden. Zu Beginn und zum Ende der Studie machten die Probanden Angaben zu ihrem Gesundheitszustand sowie den Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Körpergewicht, Blutzucker- und Cholesterinwerte wurden bestimmt. Offenbar kann ein finanzieller Anreiz die innere Einstellung verändern und Übergewichtigen helfen, ihren inneren Schweinehund zu überwinden: Menschen mit Adipositas, denen eine Geldprämie winkte, verloren doppelt so viel Gewicht. So nahmen die Teilnehmer in der Kontrollgruppe im Durchschnitt 2,3 Prozent an Gewicht ab, während die Mitglieder der Prämiengruppen mehr als fünf Prozent verloren. Dieser Prozentsatz ist ein "Schwellenwert", ab dem erfahrungsgemäß eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustands zu erwarten ist. Dieser Zusammenhang ist auf einen veränderten Lebensstil zurückzuführen: Wer eine Prämie in Aussicht hatte, nahm beispielsweise häufiger die Treppe als den Aufzug und griff zwischen den Mahlzeiten seltener zu Snacks. Frauen konnten durch eine höhere Prämie zu einer um 1,4 Prozent stärkeren Gewichtsabnahme motiviert werden.

Dieses Ziel erreichten sie etwa durch eine bewusste Ernährung und ein intensiveres Fitnesstraining. Die an der Studie teilnehmenden Frauen waren allerdings größtenteils nicht erwerbstätig, wodurch die Prämie dadurch einen noch größeren Reiz darstellte. Bei den Männern machte die Höhe der finanziellen Belohnung keinen Unterschied. Nun sollen weitere Studien zeigen, ob die durch die Geldprämie erreichte Gewichtsabnahme auch langfristig bestehen bleibt.

München/Warwick (pte/11.10.2012/11:25) Menschen, die täglich sieben Portionen Obst und Gemüse verzehren, sind glücklicher und psychisch gesünder. Abnehmen mit Personal-TrainerZu diesem Schluss kommen Ökonomen und Mediziner der University of Warwick http://warwick.ac.uk . Die Forscher untersuchten die Ernährungsgewohnheiten von 80.000 Menschen in Großbritannien. Der Befund: Psychisches Wohlbefinden wird gesteigert durch die Anzahl der täglichen Portionen Obst und Gemüse. Laut den Wissenschaftlern reichen sieben Portionen täglich aus, damit Menschen den Höchststand von Glück und Wohlbefinden erreichen. Mitautor Andrew Oswald: "Es ist ratsam, mehr Obst und Gemüse zu essen - vor allem, wenn man daran interessiert ist, fröhlich zu bleiben." Nicht sieben, sondern "fünf am Tag" ist die Devise der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) http://dge.de , um gesund zu bleiben. Die Studienautorin Sarah Stewart-Brown ist überrascht, dass die gesunde Ernährung nicht nur vor körperlichen, sondern auch vor seelischen Wehwehchen schützt. "Wir sind, was wir essen - das gilt nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist", sagt Peter Falkai, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde http://dgppn.de , gegenüber pressetext. Eine gesunde Ernährung bringe einen gewissen Lebensstil mit sich, der präventiv gegen psychische Erkrankungen sein könnte.


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